Sehenswerte Orte im Kosovo

Diese Welt ist so voll von schönen Orten. Und immer wieder gibt es neue zu entdecken. So hat sich das auch bei mir ergeben. Aus beruflichen Gründen habe ich mich zwischen Oktober und Januar im Kosovo aufgehalten. Eine erst seit kurzer Zeit unabhängige Region im Süden von Serbien. Gezeichnet von Krieg, Armut und Korruption. Ein Land im Aufbau, mit Städten auf niedrigem Niveau im Bereich Infrastruktur, Wohnraum, Wirtschaft. Erst seit 2 Jahren gibt es hier eine Autobahn. Viele kleine Dörfer haben keinen richtigen Anschluss an die größeren Städte wie Pristina, Prizren oder Peja. An ein paar Tagen hatte ich das Vergnügen mir einige Hotspots im Land anzusehen.

Mirusha Wasserfälle

Die Wasserfälle von Mirusha befinden sich im Westkosovo, südlich der Gremnik Berge. Ich selbst habe nur 2 der Wasserfälle gesehen, insgesamt sollen sogar 16 da sein. Die befinden sich alle in einer Schlucht, durch die der Fluss Mirusa fließt. Insgesamt befinden sich dort 13 Bergseen, die Meereshöhe der Wasserfälle bewegt sich zwischen 400 bis 480 Metern. Der Ort strahlt einfach so eine Stille und Eleganz aus, definitiv eins der Highlights meiner Reise.

Rugova Wasserfall

Auch dieses kleine Naturwunder befindet sich mitten in einer wunderschönen Schlucht. Man gelangt am besten von Peja aus mit dem Auto dorthin. Dort angekommen, zeigen sich sofort mehrere Flüsse und kleinere Wasserfälle. Laut dem Reiseführer bestehen gute Möglichkeiten zum Wandern, man ist sehr ungestört. Auf jeden Fall einen Besuch Wert, außerdem sollte man sich am besten einige Tage Zeit nehmen um die ganze Gegend zu erkunden. Es lohnt sich!

Kloster Visoki Decani

Oberhalb der Ortschaft Decani befindet sich das serbisch orthodoxe Kloster Visoki Decani. Bis heute wird es von Serbien als dessen Staatsgebiet angesehen. Es wurde in den Jahren 1325-1335 errichtet als Grablege für Stefan Uros III. Decanski. Mir hat die Bauweise vom Kloster total gefallen, diese wird apulische Gotik genannt. Leider hatte ich keine Möglichkeit von innen Fotos zu schießen, schaut einfach mal bei Google. Den Reliquien im Inneren des Klosters werden sogar Heilkräfte nachgesagt, lange Zeit sind Menschen extra deswegen zum Kloster gereist.

Sar Planina Gebirgszug

Dieser Gebirgszug erstreckt sich im Süden zwischen dem Kosovo und Mazedonien. Er ist 80 Kilometer lang und die höchsten Berge sind zwischen 2500 bis 2700 Metern hoch. Es befinden sich auf beiden Seiten der Grenze Skigebiete. Meine Tour in dieses Gebiet war Anfang Dezember. Ich muss sagen, dass das wirklich eine geile Gegend ist. Allerdings kommt man nicht mal eben so einfach dahin. Am besten man findet ein Unternehmen was Busfahrten dorthin anbietet, bei mir war das zum Glück nicht nötig. Wenn man Richtung Skigebiet fährt, muss man besonders aufmerksam fahren, da die Straßen sehr schmal, kurvenreich und unübersichtlich sind. Es war auch insofern ein kleines Highlight, weil nur dort oben Schnee lag!

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Euch mit dem Artikel wenig Einblick in dieses kleine Land verschaffen. Es war eine ganz besondere Erfahrung, da ich noch nicht in einem Land war, was noch mitten im Wiederaufbau nach dem Krieg steckt und gleichzeitig so viel wundervolle Natur bietet. Ich kann jedem einen Ausflug hierher empfehlen, der gerne in den Bergen wandert. Von denen gibt nämlich jede Menge hier. Aber auch jeder der mal etwas andere Kultur und schöne Natur im allgemeinen sehen will, wird hier auf seine Kosten kommen.

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